Kultur im Kleisthaus
Das Kleisthaus ist der Dienstsitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Gleichzeitig existiert es seit März 2001 als Kulturort in Berlin-Mitte.
Wo sonst politische Gespräche geführt werden, lädt der Behindertenbeauftragte zum gemeinsamen kulturellen Erlebnis.
In den geschichtsträchtigen, barrierefrei gestalteten Räumen des Kleisthauses finden Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen und Ausstellungen statt – der Eintritt ist frei.
Im Jahr 2011 feiert das Kulturprogramm im Kleisthaus sein zehnjähriges Bestehen. Nach zwei erfolgreichen Länderschwerpunkten, 2008/09 in Kooperation mit der Norwegischen Botschaft, 2009/10 in Kooperation mit der Tschechischen Botschaft und dem Tschechischen Zentrum Berlin, eröffnet der Beauftragte, Hubert Hüppe, das Haus zu diesem Anlass nun mit einem neuen Programm. Es soll Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen einen größeren Raum geben und Themen aufgreifen, die wichtig für Menschen mit Behinderungen sind.
Dabei stellt Hubert Hüppe besonders den Gedanken der Inklusion in den Vordergrund, das heißt, dass alle mit einbezogen werden. Das Kleisthaus soll ein Ort des künstlerischen Austauschs und Zusammenseins von Menschen mit und ohne Behinderungen sein. Die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen und ein möglichst barrierefreies Informations- und Veranstaltungsangebot sind dafür grundlegend.
Am 3. März 2011 eröffnet Hubert Hüppe das neue Kulturprogramm mit einer Ausstellung, die das Thema Inklusion mit folgender Frage beleuchtet: „Was ist normal und wer bestimmt das?“. Unter dem Titel „Nicht Normaal * Difference on Display“* werden bis zum 26. Mai 2011 Kunstwerke ausgestellt, Filme gezeigt und Diskussionen geführt. Sie sind herzlich dazu eingeladen.
* "Difference on Display" bedeutet soviel wie "Verschiedenheit zur Schau gestellt". Da es sich um eine internationale Ausstellung handelt, werden Sie an mancher Stelle auf englische Titel und Inhalte stoßen, die wir in der Regel in Zusatzmaterialien übersetzen oder erklären. Ich möchte Sie dafür um Verständnis bitten und bin mir sicher, dass die Inhalte und die Auswahl der Kunstwerke diese kleine Hürde rechtfertigen.


