Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

Frei­zeit, Kul­tur und Tou­ris­mus

Nutzen Sie auch

"Barrierefreiheit" bedeutet, dass jeder Mensch problemlos Zugang zu allen gestalteten Lebensbereichen hat und diese uneingeschränkt nutzen kann. Dies gilt natürlich ebenso für Reise- und Kulturangebote.

Menschen mit Behinderungen werden gerade bei Reisen häufig vor große Herausforderungen gestellt, da Barrierefreiheit bei Reiseangeboten oft noch nicht ausreichend vorhanden ist. Grundsätzlich bietet Barrierefreiheit für alle Menschen mehr Komfort und bessere Zugänglichkeit.Die Tourismusbranche muss sich auf Menschen mit Behinderungen und Senioren mit Bewegungseinschränkungen einstellen.

Um die Reiseplanung für Menschen mit speziellen Bedarfen zu erleichtern, wurde am 12. März 2005 das erste bundesweite Abkommen zur Barrierefreiheit unterzeichnet. Beteiligt daran waren der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und der Hotelverband Deutschland (IHA) sowie der Sozialverband VdK Deutschland, die Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte, der Deutsche Gehörlosen-Bund, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben. Diese Zielvereinbarung "Standardisierte Erfassung, Bewertung und Darstellung barrierefreier Angebote in Hotellerie und Gastronomie beschreibt das bestehende Angebot von Hotels und Gaststätten anhand einheitlicher Checklisten und Bilderzeichen. Die Kunden erhalten somit verlässliche Informationen, ob ein Hotel oder Restaurant für sie geeignet ist.

Ansprechpartner zum barrierefreien Reisen ist die Nationale Koordinationsstelle Tourismus Für Alle (Natko) Sie bemüht sich zusammen mit der Tourismuswirtschaft, Verkehrsbetrieben und Fachverbänden um gemeinsame Pläne für einen "Tourismus für Alle". In Zusammenarbeit mit Aus- und Fortbildungsstätten sollen weiterhin künftige Mitarbeiter der Reisebranche schon in der Ausbildung auf das Thema Barrierefreiheit aufmerksam gemacht und geschult werden.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wurde im August 2008 vom Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Zusammenarbeit mit der PROJECT M GmbH die Studie "Barrierefreier Tourismus für Alle in Deutschland - Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zur Qualitätssteigerung" veröffentlicht.

Menschen mit Behinderung sollen genauso wie Menschen ohne Behinderung ihre Freizeit vielfältig und abwechslungsreich gestalten können. Dazu gehört auch die barrierefreie Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung nimmt hier eine Vorbildfunktion ein. Am Dienstsitz, dem Kleisthaus in Berlin, wird seit 2001 ein Kulturprogramm veranstaltet. Die Veranstaltungen sind zugänglich für Menschen mit jeder Art von Behinderung: Filme mit Audiodeskription für sehbehinderte Menschen gehören ebenso zum Programm wie die Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetschern – alles in den barrierefreien Räumen des Kleisthauses.

Weitere wichtige Informationen zu kulturellen Angeboten für Menschen mit Behinderung finden Sie hier.

Elektronischer Reisepass

Seit November 2005 gibt es in Deutschland den elektronischen Reisepass (ePass). Auf dem Chip des ePasses werden ein Passfoto sowie zwei Fingerabdrücke gespeichert. Für Menschen, denen es nicht möglich ist, das geforderte Passbild beziehungsweise Fingerabdrücke zu liefern, gibt es ein vom BMI herausgegebenes Informationsblatt