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Gesundheitstagung zeigt Verbesserungsbedarf bei Hilfsmittelversorgung von Menschen mit Behinderung auf

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Ausgabejahr 2011
Erscheinungsdatum 07.04.2011

„Die Gesundheitstagung hat Verbesserungsbedarf bei der Hilfsmittelversorgung in Deutschland verdeutlicht. Menschen mit Behinderung müssen entsprechend ihrem individuellen Bedarf mit qualitativ hochwertigen Hilfsmitteln versorgt werden. Außerdem ist die Beratung und Einbindung von Menschen mit Behinderung zu verbessern“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, anlässlich seiner Fachtagung zum Thema „Hilfsmittelversorgung“ am 4. und 5. April 2011. Rund 170 Gäste, unter ihnen der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesgesundheitsminister, Daniel Bahr (MdB), nahmen an der Fachtagung teil.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung berichteten von Versorgungslücken zwischen dem individuellen Bedarf und den tatsächlich geleisteten Hilfsmitteln. Die Versorgung mit Hilfsmitteln erfolge häufig weder zeitnah, noch transparent und in nicht ausreichender Qualität. Herausgestellt wurde auf der Fachtagung etwa die unzureichende Hörgeräteversorgung einschließlich der notwendigen Anpassungen eines Hörgerätes. Diese führe häufig zu schwerwiegenden weiteren Folgen, wie sozialer Vereinsamung und psychischen Problemen. Die mangelhafte Versorgung mit Inkontinenzhilfen und weitere Probleme bei der Hilfsmittelversorgung seien ebenfalls deutlich geworden, so der Beauftragte. Als ursächlich für diese Versorgungslücken nannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Festbeträge und Pauschalen sowie Vergabeverfahren, bei denen zu wenig auf die Qualität von Hilfsmitteln geachtet werde. Auch die Beratung sei in vielen Fällen nicht zufriedenstellend.

Gäste der Tagung forderten Kompetenzzentren sowie eine bessere Qualifikation von medizinischem Personal und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Krankenkassen für den Hilfsmittel-Bereich. Um Menschen mit Behinderung mehr in die Entscheidungsprozesse von Kostenträgern einzubinden, wurde auf der Fachtagung vorgeschlagen, einen mit Menschen mit Behinderungen besetzten Beirat bei den Krankenkassen einzurichten. Insgesamt solle der Dialog zwischen Krankenkassen und Versicherten verbessert werden.

Zum Schluss der Fachtagung machte Hubert Hüppe darauf aufmerksam, dass es im Herbst eine Abschlussveranstaltung in den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages geben werde, auf der die Ergebnisse aller vier Gesundheitstagungen mit Gesundheitspolitikerinnen und -politikern besprochen werden sollen.

Die nächste Fachtagung am 6. und 7. Juni 2011 wird die „Problematik zwischen Arznei- und Heilmittelversorgung und ärztlichen Verordnungen“ aufgreifen.