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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2011 im Zeichen der UN-Behindertenrechtskonvention

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Ausgabejahr 2011
Erscheinungsdatum 01.12.2011

„Bereits 153 Staaten haben die UN-Behindertenrechtskonvention weltweit unterzeichnet, 106 haben sie ratifiziert. Dies schafft Chancen, weltweit Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe anlässlich des von den Vereinten Nationen initiierten „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember. In Deutschland habe man auf Bundesebene mit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung einen ersten Schritt getan, so Hubert Hüppe. Der Aktionsplan müsse allerdings noch umgesetzt und konkreter ausgestaltet werden. „Es besteht weiterhin Handlungsbedarf in allen Lebensbereichen, vom Wohnen, Lernen und Arbeiten bis zum Freizeitbereich“, betonte der Beauftragte. International anerkannt werde der Weg Deutschlands, eine Staatliche Anlaufstelle, eine unabhängige Koordinierungsstelle und die unabhängige Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtkonvention geschaffen zu haben. Diese Kombination suche man in vielen Staaten vergeblich, verdeutlichte Hubert Hüppe. Insbesondere werde positiv bewertet, dass es mit dem Inklusionsbeirat als Kernstück der Koordinierungsstelle ein Gremium gibt, das fast ausschließlich aus Menschen mit Behinderung besteht. Diese Form der Beteiligung sei in vielen Staaten noch nicht umgesetzt, so der Beauftragte. Der Inklusionsbeirat reagiert auf aktuelle Entwicklungen, die Menschen mit Behinderungen betreffen und weist die verantwortlichen Stellen auf die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention hin. Ihm sind außerdem beratende Fachausschüsse zu unterschiedlichen Themen zugeordnet. Mit den Fachausschüssen bindet der Inklusionsbeirat unterschiedliche gesellschaftliche Akteure in den Umsetzungsprozess ein. „Die UN-Behindertenrechtskonvention kann aber nicht allein durch die geschaffenen Institutionen mit Leben erfüllt werden. Vielmehr kommt es darauf an, dass jeder mitmacht, Bund, Länder und Gemeinden, soziale Dienstleister, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Kindergärten, Schulen, Kirchen und Vereine“, betonte der Beauftragte.