Navigation und Service des Auftritts des Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel

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Was macht eigentlich der Beauftragte der Bundesregierung?

Hier finden Sie Eindrücke von Terminen, die in letzter Zeit wahrgenommen wurden.


Zu sehen ist Jürgen Dusel, während er auf einer Bühne spricht. Im Hintergrund ist sein Name zu sehen, der von einem Beamer an die Wand projiziert wird.

12.07.2018Reisen für alle - Tourismus barrierefrei

Heute hat Jürgen Dusel die Fachkonferenz „Reisen für alle“ mit einem Grußwort im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eröffnet. Veranstalter war das Deutsche Seminar für Tourismus Berlin e.V..Ziel der Konferenz war es, Fach- und Führungskräfte aus allen Bereichen des Tourismus zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich über barrierefreie Angebote zu informieren und auszutauschen.

Jürgen Dusel hob hervor, dass auch barrierefreier Tourismus wichtig bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sei. Dort sei das Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben und Erholung festgeschrieben. Er betonte außerdem: „Barrierefreiheit muss von Beginn an selbstverständlich bei allem mitgedacht werden. Das ist das Prinzip von Inklusion. Sie kann nicht erst im Nachhinein aufgesetzt werden. Davon profitieren alle Menschen gleichermaßen, egal ob mit oder ohne Behinderung.“

Zu sehen sind Jürgen Dusel mit Brigitte Faber, Anita Kühnel, Martina Puschke und  Ricarda Kluge (v.l.n.r.) von Weibernetz e.V.

06.07.2018Rechte von Frauen in Einrichtungen stärken

Am 3. Juli 2018 traf Jürgen Dusel auf Vertreterinnen des Weibernetz e.V., einer politischen Interessensvertretung von Frauen mit Behinderungen. Thema waren insbesondere die Frauenbeauftragten in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Brigitte Faber, Martina Puschke, Ricarda Kluge und Anita Kühnel berichteten über den Stand der Dinge bei dem Projekt, ein bundesweites Netzwerk für Frauenbeauftragte in Einrichtungen zu gründen. Dieses Netzwerk soll unter anderem dem Erfahrungsaustausch dienen und im kommenden Jahr offiziell gegründet werden.

Frauen mit Beeinträchtigungen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben oder arbeiten, erfahren besonders häufig Gewalt. Die Frauenbeauftragten sollen als Ansprechpartnerinnen Betroffene unterstützen und auch zur Prävention beitragen. Seit dem 1. Januar 2017 sind Werkstätten für Menschen mit Behinderungen verpflichtet, Frauenbeauftragten-Stellen einzurichten.

Auf dem Foto zu sehen ist eine Gruppe von Menschen, die Musikerinnen der Band gerda vejle links, rechts am Rand Jürgen Dusel und vorne Laura Gehlhaar im Rollstuhl.

05.07.2018Lesung mit Laura Gehlhaar im Kleisthaus

Einen unterhaltsamen und bewegenden Abend konnten gestern Abend rund 120 Gäste im Kleisthaus bei der Lesung von Laura Gehlhaar, Autorin und Bloggerin, erleben. Das Kleisthaus ist der Dienstsitz des Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel, der zu der Veranstaltung eingeladen hatte.Laura Gehlhaar las einige Kapitel aus Ihrem Buch „Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“. In dem Buch geht es um ihren Alltag und um Gefühle und Ängste, die alle Menschen bei Liebeskummer, Berufsstress oder Konflikten erleben. Laura Gehlhaar beschreibt in ihrem Buch auch, mit welchen teilweise absurden Situationen sie als Rollstuhlfahrerin konfrontiert wird, besonders wenn es um Vorurteile und klischeehaftes Denken gegenüber Menschen mit Behinderungen geht. Um dieses Thema ging es auch in dem anschließenden Podiumsgespräch mit Jürgen Dusel. Dort sprachen die Beiden unter anderem über ähnliche Erfahrungen während ihrer Schulzeit als einziges Kind mit Behinderung in einer sogenannten Regelschule, aber auch über ihre politische Arbeit als Beauftragter der Bundesregierung einerseits und als Aktivistin andererseits.Die Lesung wurde musikalisch von der Band gerda vejle begleitet, bestehend aus der Geigenspielerin und Multi-Instrumentalistin Judith Retzlik, der Kontrabassistin Anne Drees und der Harfenspielerin und Sängerin Myriam Kammerlander.

Auf dem Foto zu sehen ist eine Gruppe von Menschen, die in einem Zelt auf Stühlen in einem Kreis sitzen. Jürgen Dusel ist einer von Ihnen. im Hintergrund ist ein Banner angebracht, auf dem steht: „Teilhabe ohne Teilen geht nicht.“

02.07.2018Partizipativ Erinnern - Erinnerungskultur unter Beteiligung von Menschen mit Behinderung

Am 24. Juni 2018 nahm Jürgen Dusel an der Podiumsdiskussion „Erinnerungskultur unter Beteiligung von Menschen mit Behinderung“ in Brandenburg an der Havel teil. Organisiert wurde diese Diskussionsrunde vom Kellerkinder e.V., ein Verein, in dem sich Menschen mit seelischen Hindernissen (Eigenbezeichnung) zusammengeschlossen haben.

Der Hintergrund der Veranstaltung: Über 70.000 Menschen fielen der sogenannten Aktion T4 der Nationalsozialisten zum Opfer. „Aktion T4“ bezeichnet rückblickend die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen in Deutschland unter Leitung der „Zentraldienststelle T4“ in der Tiergartenstraße 4. Diese Aktion war Teil der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus mit über 200.000 Opfern.

Eine der sechs T4-Mordstätten befand sich im "Alten Zuchthaus" in Brandenburg an der Havel, wo sich heute eine Gedenkstätte befindet. Das Besondere dort ist, dass Menschen mit Behinderung die Führungen mitgestalten. Die Kellerkinder wollen dazu beitragen, dass dies auch an anderen Orten selbstverständlich wird. Der Beauftragte ermutigte die Organisatoren, dieses Thema weiter zu verfolgen und in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben, ihre Perspektive in die Gedenkkultur einzubringen.

Auf dem Foto zu sehen sind die Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Hannover. Im Hintergrund steht das Roll-up der Landesbeauftragten von Niedersachsen.

25.06.201855. Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Am vergangenen Freitag (22. Juni) fand das 55. gemeinsame Treffen der Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen statt. Eingeladen hatte die Landesbeauftragte von Niedersachsen, Petra Wontorra. Thema des Treffens war Inklusive Bildung. Jürgen Dusel untermauerte die Wichtigkeit von inklusiver Bildung:
„Deutlich mehr Kinder mit Behinderungen müssen die Chance bekommen, eine Regelschule zu besuchen. Dabei ist auch der soziale Aspekt wichtig: Die Schülerinnen und Schüler lernen von Anfang an einen selbstverständlichen und alltäglichen Umgang miteinander. Davon profitieren alle, denn nur so wird der richtige Grundstein für die gesamte Bildungs- und Berufslaufbahn und eine inklusive Gesellschaft gelegt.“
Die Beauftragten verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung (Hannöversche Erklärung), die hier zu finden ist:http://www.ms.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/55-konferenz-der-beauftragten-von-bund-und-laendern-fuer-die-belange-von-menschen-mit-behinderungen-166016.html