Navigation und Service des Auftritts des Behindertenbeauftragten Jürgen Dusel

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Was macht eigentlich der Beauftragte der Bundesregierung?

Hier finden Sie Eindrücke von Terminen, die in letzter Zeit wahrgenommen wurden.


Eine Gruppe von Menschen, stehend, schaut in die Kamera. Alle lächeln.

16.10.2018 Jürgen Dusel zu Gast in Aachen

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Jürgen Dusel besuchte am 12. Oktober 2018 den Zweckverband der katholischen psychiatrischen Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen im Rheinland zu einem Fachgespräch. Aus diesem Anlass war er zu Gast bei der Alexianer Aachen GmbH. Hier befindet sich die Geschäftsstelle des Zweckverbandes. Jürgen Amberg, Direktor des Alexianer Wohn- und Beschäftigungsverbundes Aachen, nimmt die Geschäftsführung des Zweckverbandes wahr.
Teilnehmer des Fachgespräches waren Experten aus den Mitgliedseinrichtungen des Zweckverbandes. Im Fokus standen insbesondere Themen rund um das noch junge Bundesteilhabegesetz und seine konkreten Auswirkungen auf die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie auf die Arbeit der Leistungserbringer in der Eingliederungshilfe.

Text: Manuela Wetzel, Alexianer Aachen GmbH

Zu sehen sind die in der Bildunterschrift gennannten vier Personen. Sie stehen und lachen in die Kamera.

11.10.2018Jürgen Dusel auf der Frankfurter Buchmesse

Am 11. Oktober hat Jürgen Dusel auf der Frankfurter Buchmesse an einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) teilgenommen. Thema war die Umsetzung des Vertrags von Marrakesch in Deutschland. Dabei geht es um den Zugang zu Literatur für blinde, sehbehinderte und anderweitig lesebehinderte Menschen. Derzeit sind in Deutschland nur fünf Prozent der Werke barrierefrei zugänglich. Voraussichtlich kommende Woche Donnerstag entscheidet der Bundestag über einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Urheberrechts, mit dem die sogenannte EU-Marrakesch-Richtlinie umgesetzt werden soll.

Jürgen Dusel sagte in Frankfurt: „Der bislang vorliegende Gesetzentwurf ist verbesserungsfähig, denn es besteht die Gefahr, dass sich die derzeitige Situation für die Betroffenen nicht verbessert, sondern aufgrund zusätzlicher Verpflichtungen für Blindenbibliotheken eher noch verschlechtert. Wichtig wäre vor allem eine langfristige und verlässliche Finanzierung der Blindenbibliotheken, sowie deren Befreiung von urheberrechtlichen Vergütungspflichten. Beides ist jedoch nicht vorgesehen. Wir müssen die gleichberechtigte Teilhabe an schulischer und beruflicher Bildung, Kultur sowie Politik und Gesellschaft gewährleisten. Menschen mit Behinderungen müssen endlich die Chance haben, sich wie alle anderen auch aus Literatur, die der Allgemeinheit zugänglich ist, zu informieren.“Mehr Informationen hier:
https://www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/PM12_Mehr_B%C3%BCcher_f%C3%BCr_Blinde.html

Auf dem Foto zu sehen sind die Gewinner*innen des Kreativ-Wettbewerbs unter anderem mit Jürgen Dusel (hinten 2.v.l.), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Mitte) und Ulla Schmidt, Mitglied des Bundestags und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe.

01.10.201860 Jahre Lebenshilfe

Vergangenen Freitag, am 28. September 2018, nahm Jürgen Dusel an der Jubiläumsfeier zu 60 Jahre Lebenshilfe teil. Im Rahmen der Feierlichkeiten fand auch die Preisverleihung des Kreativ-Wettbewerbs "Ganz plastisch" statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gehörte ebenfalls zu den Gratulanten.

Jürgen Dusel (2.v.l.) mit der Moderatorin Kristina zur Mühlen, Adi Hoesle, Ursula Ströbele, Andrea Kübler und Angela Jansen (v.l.n.r.). Angela Jansen sitzt im Rollstuhl mit ihrem Hund auf dem Schoss. Die anderen stehen

27.09.2018Finissage: Adi Hoesle - „Ich male, also bin ich“

Dienstagabend endete die Ausstellung „Ich male, also bin ich“ des Konzeptkünstlers Adi Hoesle im Kleisthaus in Berlin mit einer Finissage. Im Rahmen dieser Finissage fand eine Podiumsdiskussion mit Jürgen Dusel, Dr. Ursula Ströbele (Universität der Künste Berlin), Dr. Andrea Kübler (Professorin am Lehrstuhl für Interventionspsychologie Uni Würzburg), dem Künstler Adi Hoesle und der Locked-In-Performerin Angela Jansen statt. „Locked-in“ ist die Bezeichnung für Menschen, die zwar bei Bewusstsein, jedoch körperlich fast vollständig gelähmt sind. So kommuniziert Angela Jansen lediglich über Augenbewegungen mittels eines Computers und bezeichnet sich selbst in diesem Projekt als „Living Sculpture-Performerin“. Ihre Performance „I’m still present“ („Ich bin noch immer hier“) war ein wesentlicher Teil der Ausstellung. Weitere Elemente waren Modefotografien von ihr sowie das sogenannte Brain Painting. Brain Painting ermöglicht es Locked-in-Patienten, mittels eines „Brain Computer Interfaces“ zu malen - elektrische Gehirnströme werden dabei in Formen und Farben übersetzt.

In der Runde wurde über verschiedene Themen diskutiert, beispielsweise die Autorschaft von Werken, die mittels Brain Painting entstanden, den Entstehungsort von Kunst, aber auch über die großen Chancen, die sich für Menschen mit Behinderungen ergeben, wenn Kunst und Naturwissenschaften kooperieren. Angela Jansen berichtete von ihren Erfahrungen und Begegnungen während der Ausstellung, auch von den Berührungsängsten, die manche Besucher*innen hatten.

Jürgen Dusel betonte noch einmal, welche Potenziale Menschen mit Behinderungen haben: „Die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen durch Menschen ohne Behinderungen ist leider noch immer ganz stark geprägt von alten Vorurteilen - sie seien bemitleidenswert, defizitär. Wenn man sich jedoch zum Beispiel die Brain Paintings hier in der Ausstellung anschaut, muss eigentlich jeder wach werden und umdenken, weil das einfach großartige Bilder sind“, so Dusel. „Kunst hat das Potential, Menschen mit und ohne Behinderungen näher zusammenzubringen. Kunst kann außerdem ein wesentlicher Aspekt für mehr Teilhabe und auch Lebensqualität sein. Auch Locked-In-Patienten, Menschen mit Behinderungen insgesamt, wollen und können Kunstwerke schaffen. Das ist die Aussage dieser Ausstellung. “Angela Jansen wies darauf hin, dass für eine moderne, inklusive Gesellschaft so viel Öffentlichkeitsarbeit wie möglich nötig sei: „Je normaler Handicaps werden, desto besser“, sagte sie zum Abschluss der Runde.

Auf dem Bild zu sehen sind sechs Personen vor dem Eingang des ALBBW. Sie stehen und schauen in die Kamera.

06.09.2018Jürgen Dusel zu Gast im ALBBW

Vergangene Woche besuchte Jürgen Dusel das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW). Vor Ort nahm er sich die Zeit, um einen Eindruck über Praxis, Probleme und Bedürfnisse bei der beruflichen Ausbildung und Förderung junger Menschen mit Handicap im Berliner Berufsbildungswerk zu gewinnen. Ein Ziel seiner Amtszeit ist es auch, sich für mehr betriebliche Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Behinderungen einzusetzen. Mit dem Vorstand des Trägervereins Berufsbildungswerk Berlin (BBW e.V.), sowie der Geschäftsführung und der Teilnehmendenvertretung des ALBBW tauschte er sich über den Weg dorthin aus.