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Das steht in der UN-Kon­ven­ti­on

Nutzen Sie auch

Eine weiße Weltkugel eingerahmt von einem weißen Lorbeerkranz auf hellblauem Hintergrund.

Die UN-Konvention soll die Menschen-Rechte
für alle Menschen mit Behinderung schützen.
Das steht im Artikel 1 von der UN-Konvention.

Ein Blatt Papier auf dem "Vertrag" steht. Zwei Unterschriften befinden sich am unteren Ende der Seite.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Die UN-Konvention ist ein Vertrag
zwischen sehr vielen Ländern auf der Welt.
Ein Artikel ist ein Absatz in dem Vertrag.

Eine Frau im Rollstuhl und ein Mann stehend. Zwischen ihnen ein Gleichheitszeichen und ein Paragraphenzeichen.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Der Artikel 1 sagt:
Jede Regierung muss auf die Rechte
von Menschen mit Behinderung achten.
Das bedeutet:
Die Regierung und die Gesellschaft in dem Land
müssen Menschen mit Behinderung
gleich behandeln.
Die Regierung muss Menschen mit Behinderung schützen.

Ein Buch mit einem Paragrafenzeichen ist abgebildet.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Die Regierung muss neue Gesetze machen.
Die Gesetze sollen Menschen mit Behinderung schützen.
Menschen mit Behinderung sollen gleich-berechtigt leben.
Dafür muss die Regierung sorgen.

Ein Schulhof umgeben von einem großen Schulgebäude. Auf dem Hof stehen viele Kinder mit Schultaschen. Ein Kind sitzt im Rollstuhl.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Das bedeutet zum Beispiel:
Ein Land muss Schulen für Kinder
mit und ohne Behinderung haben.

In der UN-Konvention stehen keine Extra-Rechte
für Menschen mit Behinderung.
Aber dort steht,
was die Menschen-Rechte für Menschen
mit Behinderung ganz genau bedeuten.

Ein Blatt Papier auf dem "Vertrag" steht. Zwei Unterschriften befinden sich am unteren Ende der Seite.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Die UN hat schon vorher Verträge zu den
Menschen-Rechten gemacht.
Vor ungefähr 50 Jahren
den Pakt für bürgerliche und politische Rechte.
Und vor 40 Jahren den Pakt über
wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.
Pakt ist auch ein anderes Wort für Vertrag.
Die Menschen-Rechte aus diesen Verträgen
stehen auch in der UN-Konvention.

Man sieht eine Frau mit einer Sprechblase in der ein Fragezeichen abgebildet ist.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

In der UN-Konvention steht nicht genau,
was Behinderung ist.
In der Einleitung steht:
Die Menschen verstehen immer wieder
etwas anderes unter Behinderung.
Deswegen kann niemand genau sagen,
was Behinderung ist.

Eine brünette Frau mit lila T-Shirt, grüner Hose und grauen Sportschuhen. Sie geht auf Krücken gestützt.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Aber in Artikel 1 von der UN-Konvention
gibt es Beispiele:
Einige Menschen können längere Zeit
schlechter gehen als gleich alte Menschen.
Sie können schlechter sehen oder hören.
Einige Menschen sind seelisch krank.
Einige Menschen haben Lernschwierigkeiten.

Eine blonde Frau sitzt auf einem Stuhl. In der einen Hand hält sie ein Buch, in der anderen eine große Lupe.Quelle:  © Valuing people

Für diese Menschen gibt es viele Hindernisse
in ihrer Umgebung:
Zum Beispiel:
Teppen und enge Türen,
Texte in zu kleiner Schrift,
schwierige Texte,
Gespräche ohne Gebärdensprach-Dolmetscher.

Die Menschen können deswegen schlecht
am Leben in der Gesellschaft teilnehmen.

Das bedeutet nach der UN-Konvention
auf jeden Fall:
Die Menschen haben eine Behinderung.

zwei bunte KalenderblätterQuelle:  © Valuing people

So ähnlich steht es auch im
Sozial-Gesetz-Buch 9.
Aber in Deutschland bedeutet Behinderung noch:
Der Mensch muss mehr als 6 Monate lang
weniger können als gleich alte Menschen.
In der UN-Konvention steht keine Zahl.
Dort steht nur:
Das Problem besteht wahrscheinlich längere Zeit.

Die UN-Konvention gilt deshalb auch für Menschen,
die nach deutschem Recht
keine Schwer-Behinderung haben.
Zum Beispiel:
Jemand hat beide Beine gebrochen.
Er wird 5 Monate lang nicht wieder laufen können.
5 Monate sind eine längere Zeit.
So lange hat der Mensch nach der UN-Konvention
eine Behinderung.

In Artikel 3 von der UN-Konvention steht
etwas besonders Wichtiges:
Jeder Mensch ist wertvoll.

Eine Frau im Rollstuhl und ein Mann stehend. Zwischen ihnen ein Gleichheitszeichen und ein Paragraphenzeichen.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Jeder Mensch soll selber sein Leben bestimmen.
Niemand darf schlechter behandelt werden.
Alle Menschen sollen am Leben in ihrer Stadt
teilnehmen können.
Menschen mit und ohne Behinderung
sind gleich viel wert.

Alle Menschen sollen sich gut entwickeln können.
Alle Menschen sollen überall hinkommen können.
Männer und Frauen sind gleich viel wert
Kinder mit Behinderung sind gleich viel wert
wie Kinder ohne Behinderung.