Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

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Filme für alle auf der Berlinale erschienen am

Jürgen Dusel steht am Rednerpult. Im linken Hintergrund sieht man die Projektion „Filme für alle - Fokus Audiodeskription“. Jürgen Dusel spricht sein Grußwort und stellt die Bedeutung der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, insbesondere auch im Bereich Film und Fernsehen heraus.
Jürgen Dusel spricht sein Grußwort und stellt die Bedeutung der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, insbesondere auch im Bereich Film und Fernsehen heraus. Quelle: Behindertenbeauftragter/ Drieschner

#Filme für alle: Gestern fand auf der Berlinale erstmalig ein Fachgespräch zum Thema Audiodeskription statt. In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek und mit freundlicher Unterstützung der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin konnte sich Jürgen Dusel mit Expertinnen und Experten zum sogenannten Hörfilm austauschen. In seinem Grußwort machte er einmal mehr deutlich, dass Demokratie und Inklusion für ihn zusammengehören und dass in einer inklusiven Gesellschaft Menschen mit Behinderungen ein Recht auf Teilhabe in allen Lebensbereichen haben. Das Erleben von Kultur, wie beispielsweise das gemeinsame Filmerlebnis, ist für viele Menschen mit und ohne Sehbeeinträchtigung von zentraler Bedeutung. Audiodeskription ermöglicht blinden Menschen den Genuss von Film und Fernsehen.
Vor ungefähr 100 Gästen diskutierten Dr. Bernd Benecke, Andreas Bethke, Dr. Alice Brauner, Barbara Fickert, Stephanie Wagner und Anke Nicolai mit dem Publikum über den aktuellen Stand und die Qualitätssicherung der Audiodeskription.
Ergebnis des Abends war: Es gibt noch viel zu tun! Es muss dafür gesorgt werden, dass barrierefrei hergestellte Filmfassungen blinden und sehbehinderten Menschen auch tatsächlich zugänglich sind. Denn immer noch ist es nicht selbstverständlich, dass vorliegende Audiodeskriptionen von Filmen im Kino wirklich gezeigt werden. Recherchen des DBSV im Rahmen seines Projekts „Kino für alle“ haben ergeben, dass es deutschlandweit lediglich circa 20 Kinos gibt, die über eine Wiedergabemöglichkeit der Audiodeskription verfügen. In diesen 20 Kinos wird nur ein Bruchteil der durch die Filmförderungsanstalt geförderten Filme gezeigt. Außerdem fehlen Standards für Ausbildung und Qualitätssicherung bei der Erstellung von Hörfilmen. Das Fachgespräch ist Auftakt einer Veranstaltungsreihe zu Inklusion in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek im Rahmen der Berlinale.

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