Gedenken der Opfer des Nationalsozialismuserschienen am
Ausstellung Andreas Maus
Bild 1 von 11Ausstellung mit Werken von Andreas Maus: Jürgen Dusel und der Künstler Andreas MausQuelle: BBMB_Christian Marquardt
Gedenken der Opfer des Nationalsozialismuserschienen am
Der Bundesbehindertenbeauftragte lud anlässlich des „Gedenktags der Opfer des Nationalsozialismus“ zum gemeinsamen Gedenken am 27. und 28. Januar 2026 ein.
Um der vielen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, unter denen auch tausende Menschen mit Behinderungen waren, veranstaltete Jürgen Dusel im Rahmen der „Kultur im Kleisthaus“ am 27. Januar eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Andreas Maus im Foyer der Berliner Philharmonie.
Andreas Maus arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln und wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ausgezeichnet. In den ausgestellten Werken thematisiert er die Gräueltaten des NS-Regimes sowie das Leben und das Leid von Anne Frank und ihrer Familie. Ein besonderer Fokus des Künstlers in seinen Arbeiten zum Nationalsozialismus ist das Leid der Opfer mit Behinderungen.
Unter den Millionen von Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland ermordet wurden, waren auch hunderttausende Kinder, Frauen und Männer mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Unzählige weitere Menschen mit Behinderungen wurden zwangssterilisiert.
In dem Podiumsgespräch zur Ausstellung mit Jürgen Dusel, Andreas Maus und der künstlerischen Leiterin des Kunsthauses KAT18, Jutta Pöstges, ging es neben Fragen zur Bedeutung gegenwärtiger Erinnerungskultur durch und mit Kunst auch um die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen.
Andreas Maus betonte, dass wir über die Verbrechen sprechen müssen, die Deutsche im Nationalsozialismus begangen haben, und nicht schweigen dürfen, damit sie sich nicht wiederholen.
Im Anschluss an das Gespräch gab es einen gemeinsamen Ausstellungsrundgang mit dem Künstler und einer Live-Audiodeskription von Marit Bechtloff.
Die Gedenkveranstaltung wurde musikalisch begleitet von den Geschwistern Jeremi, Johanna und Silas Zschocke.
Die Ausstellung war leider nur am 27. Januar in der Philharmonie zu sehen. Sobald die Renovierung des Kleisthauses, dem Dienstsitz des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, abgeschlossen ist, wird die Ausstellung dort für einen längeren Zeitraum gezeigt. Der Termin wird über den Kulturnewsletter und hier auf der Homepage bekanntgegeben Kultur im Kleisthaus
Wie in jedem Jahr hatte Jürgen Dusel auch in diesem Jahr wieder zur Kranzniederlegung am Gedenkort T4 nahe der Berliner Philharmonie eingeladen. Der Einladung zur Gedenkveranstaltung am 28. Januar waren viele Menschen gefolgt, darunter der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman sowie der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker.
Gemeinsam mit dem Künstler Andreas Maus legte der Beauftragte einen Kranz für die Opfer der NS-„Euthanasie“ nieder. In seiner Rede betonte er, dass das Gedenken der Opfer und das Erinnern ihres schrecklichen Leides niemals zu einem bloßen Ritual verkommen darf. Die Verbrechen im Nationalsozialismus begründen eine Verantwortung für jede und jeden von uns, heute für Inklusion und damit für unsere Demokratie einzutreten, so Jürgen Dusel.
Jeremi und Silas Zschocke begleiteten den Gedenkakt musikalisch.
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