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Behindertenbeauftragte begrüßt Verdoppelung der Gelder für Integrationsbetriebe

„Es ist mir wichtig, dass diese Betriebe konkurrenzfähig bleiben und die bisherige Erfolgsgeschichte weitergeht.“

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Ausgabejahr 2015
Datum 25.09.2015

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, hat begrüßt, dass der Bundestag den Ausbau von Integrationsbetrieben mit 150 Millionen Euro fördern will: „Ich befürworte diese Initiative und ich fordere, dass langfristig mehr Geld in die Förderung der Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt investiert wird“, so Bentele.

Die Entscheidung über die Förderung der Integrationsbetriebe hat der Bundestag gestern getroffen. Integrationsbetriebe sind Unternehmen am ersten Arbeitsmarkt, die zwischen 25 und 50 Prozent Menschen mit Behinderung beschäftigen. Bisher gibt es etwa 800 Integrationsbetriebe mit mehr als 22.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, davon rund 10.500 mit Behinderung. Um noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen sowie die betriebliche Gesundheitsförderung und die Weiterbildungsangebote auszubauen, werden in den Jahren 2015 bis 2017 jeweils 50 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds bereitgestellt. Damit könnten bis zu 4.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bentele: „Über das Programm hinaus ist es mir wichtig, dass Integrationsbetriebe am Markt konkurrenzfähig bleiben und die bisherige Erfolgsgeschichte weitergeht. Daher ist auch künftig ein gesicherter Nachteilsausgleich für Integrationsbetriebe notwendig, damit sie sowohl dem sozialen als auch dem wirtschaftlichen Auftrag nachkommen können.“

Auch Menschen mit psychischen Erkrankungen profitieren von dem Programm. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verrentung psychisch Erkrankter, die kaum einen Weg zurück in eine Beschäftigung finden, wird in Integrationsbetrieben die wöchentliche Mindestarbeitszeit von bisher fünfzehn auf zwölf Stunden gesenkt und so der Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt erleichtert. Weiterhin erhalten Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshindernissen durch den Zugang zu Integrationsbetrieben neue Perspektiven in der Arbeitswelt.

Die Beschäftigung dieser Zielgruppen erfordert allerdings eine bessere Wettbewerbsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Daher wird es künftig möglich sein, dass Integrationsbetriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt berücksichtigt werden können.