Öffentliches Gedenken der Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus // Ausstellung in der Berliner Philharmonie von Werken des Künstlers Andreas Maus zu Verbrechen im Nationalsozialismus und dem Schicksal von Anne Frankerschienen am

Ausgabejahr 2026
Datum 22.01.2026

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar lädt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, zu zwei Veranstaltungen ein:

Am Dienstag, den 27. Januar, dem Gedenktag selbst, findet eine Pop-up-Ausstellung von Werken des Künstlers Andreas Maus mit Begleitprogramm im Foyer der Berliner Philharmonie statt.

Achtung: Die Ausstellung ist nur an diesem Tag in der Philharmonie zu sehen!

Wann und wo?

Foyer, Berliner Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin

27.01.2026 11:00 bis 16:00 Uhr (Öffnungszeit der Ausstellung)

13:00 Uhr: Begrüßung durch den Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel und
Podiumsgespräch mit Jürgen Dusel, Andreas Maus und Jutta Pöstges (Künstlerische Leitung Kunsthaus KAT 18)

Musikalische Begleitung durch Jeremi Zschocke am Violoncello. Der Musiker mit Downsyndrom spielt im Trio mit seinen Geschwistern Silas und Johanna Zschocke.

14:30 Uhr: Ausstellungsrundgang mit dem Künstler Andreas Maus.

Veranstaltung mit Live-Audiodeskription und Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache.

Informationen zum Künstler:

Andreas Maus arbeitet im Kunsthaus KAT18 in Köln und wurde 2021 mit dem „euward 8“, dem europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ausgezeichnet. In den ausgestellten Werken geht es um die Gräueltaten des NS-Regimes und um das Leben und erfahrene Leid von Anne Frank und ihrer Familie. Beide Themen sind Schwerpunkte im Schaffen des Ausnahmekünstlers. Die ergänzend ausgestellten abstrakten Arbeiten sind ein wichtiger Ausgleich zur künstlerischen Erinnerungsarbeit. Sie schaffen Bezüge und Anknüpfungspunkte zur expressiven Architektur der Berliner Philharmonie.

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Am Mittwoch, den 28. Januar, um 11:00 Uhr findet eine öffentliche Kranzniederlegung am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an der Tiergartenstraße 4 statt. Auch die Kranzniederlegung wird von Jeremi und Silas Zschocke musikalisch begleitet.

Wann und wo?

28.01.2026 um 11:00 Uhr (bis max. 11:30 Uhr):
Am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in der Tiergartenstraße 4 in 10785 Berlin.

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache, Live-Audiodeskription und Übersetzung in Leichte Sprache. Das Denkmal ist ebenerdig erreichbar.

Hintergrundinfo zu „T4“

Im Zuge der sogenannten „Aktion T4“ wurden mehr als 70.000 Morde an Patientinnen und Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten während der nationalsozialistischen Diktatur verübt. „T4“ ist benannt nach der Adresse der damaligen „Zentraldienststelle T4“ an der Tiergartenstraße 4, wo sich heute der Gedenk- und Informationsort befindet. Diese Dienststelle war vom nationalsozialistischen Regime mit der Durchführung der Ermordungen von Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten beauftragt worden. Durchgeführt wurden die Ermordungen von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften. Insgesamt wurden in Einrichtungen des Deutschen Reichs 200.000 Menschen in verdeckten Aktionen ermordet. Europaweit wird von 300.000 Tötungen ausgegangen. Hinzu kommen 400.000 Opfer von Zwangssterilisierungen.

Wenn Sie als Vertreter/in der Presse an den Veranstaltungen am 27. und 28. Januar teilnehmen und/oder ein Interview mit Jürgen Dusel, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, führen möchten, melden Sie sich bitte unter presse@behindertenbeauftragter.de.

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